Schacháh – Anbetung

„Die schlichte Grundbedeutung für das hebräische Wort „schacháh“ für Anbetung ist: sich niederwerfen, sich ausstrecken. Anbetung ist diejenige Lebenshaltung, die immer den unteren Weg geht, den Weg vollkommener Ehrerbietung dem Geber und Erhalter allen Lebens gegenüber. Anbetung ist eine Haltung, die Überlegenheit anerkennt und ebenso die Abhänigkeit vom Wohlwollen eines Höheren. Anbetung ist ein Wort voller Kraft, dem die Haltung der Ehrerbietung inbegriffen ist und das uns Ehrerbietung auch abnötigt.“

(Judson Cornwall in „Anbetung – Fest in Gottes Gegenwart“)

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2.Chronik 5

„So wurde das ganze Werk vollendet, das Salomo für das Haus des HERRN machte. Und Salomo brachte die heiligen Gaben seines Vaters David hinein, nämlich das Silber und das Gold und alle Geräte. Er legte sie in die Schatzkammern des Hauses Gottes.
Damals versammelte Salomo die Ältesten von Israel und alle Oberhäupter der Stämme, die Fürsten der Geschlechter der Söhne Israel, nach Jerusalem, um die Lade des Bundes des HERRN heraufzuholen aus der Stadt Davids, das ist Zion.
Und alle Männer von Israel versammelten sich zum König an dem Fest im Monat Etanim, das ist der siebte Monat.
Alle Ältesten von Israel kamen. Und die Leviten trugen die Lade.
Und sie brachten die Lade hinauf, dazu das Zelt der Begegnung und alle heiligen Geräte, die im Zelt waren. Die Priester und die Leviten brachten sie hinauf.
Und der König Salomo und die ganze Gemeinde Israel, die sich bei ihm eingefunden hatte und vor der Lade stand, opferten Schafe und Rinder, die vor Menge nicht berechnet und nicht gezählt werden konnten.
Und die Priester brachten die Lade des Bundes des HERRN an ihren Platz, in den Hinterraum des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Cherubim.
Denn die Cherubim breiteten die Flügel aus über den Platz der Lade, und die Cherubim bedeckten die Lade und ihre Stangen von oben her.
Und die Stangen waren so lang, dass die Enden der Stangen vom Heiligen aus vor dem Hinterraum zu sehen waren. Aber nach außen waren sie nicht sichtbar. Und sie sind dort bis zum heutigen Tag.
Nichts war in der Lade als nur die beiden Tafeln, die Mose am Horeb hineingetan hatte, als der HERR einen Bund schloss mit den Söhnen Israel, als sie aus Ägypten zogen.
Und es geschah, als die Priester aus dem Heiligen hinausgingen – denn alle Priester, die sich eingefunden hatten, hatten sich geheiligt, ohne sich an die Abteilungen zu halten –
und als die Leviten, die Sänger waren, sie alle, nämlich Asaf, Heman, Jedutun, ihre Söhne und ihre Brüder, in Byssus gekleidet, mit Zimbeln und mit Harfen und Zithern an der Ostseite des Altars standen und bei ihnen etwa 120 Priester, die auf Trompeten trompeteten -,
und es geschah, als die Trompeter und die Sänger wie ein Mann waren, um eine Stimme hören zu lassen, den HERRN zu loben und zu preisen, und als sie die Stimme erhoben mit Trompeten und Zimbeln und Musikinstrumenten beim Lob des HERRN: Denn er ist gütig, denn seine Gnade währt ewig! – da wurde das Haus, das Haus des HERRN, mit einer Wolke erfüllt.
Und die Priester konnten wegen der Wolke nicht hinzutreten, um den Dienst zu verrichten. Denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus Gottes.“
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Anbetung ist immer: Du bist der Tempel (Daniel Gleichmann)

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Firestarters – Heaven and Earth

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Francis Chan – What is worship?

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Keine Kompromisse

„Lass mein Volk ziehen, damit sie mir dienen!“

2.Mose 7,26

Im Moment erlebe ich, wie Geschichten aus der Bibel, die ich seit meiner Kindheit kenne, und die manchmal zu bekannt sind, zu neuem Leben erweckt werden und ich mich manchmal mitten im Geschehen fühle.

So erging es mir in letzter Zeit auch mit Mose, Israel, dem Pharao und ihrer Auseinandersetzung, durch die Israel aus der Knechtschaft in Ägypten befreit und herausgeführt werden sollte.

Durch meine „fromme Ausbildung“ durch Sonntagschule, Jungschar, Zuhause, u.a. hatte ich ein gefertigtes Bild, in dem es mir unverständlich erschien, warum Israel auf der einen Seiten zu Gott um Hilfe schrie, aber dann, wo er sich anfing zu bewegen, dauernd rumgemuckt hat. Beim jetzigen Lesen nahm ich es ganz anders wahr.

430 Jahre waren vergangen seit Joseph seine Familie nach Ägypten geholt hatte. Diese Familie und ihre Vorfahren hatten Gott auf vielfache Weise erlebt. Von diesen 430 Jahren nun, wo Israel zum großen Volk in Ägypten wurde, können wir nichts in der Bibel lesen. Es heißt dann, dass dann ein Pharao auftrat, der nichts mehr von Joseph & Co. wusste. Da er sah, wir groß das Volk war und Angst hatte, es könne für Ägypten zu stark werden und sich womöglich gegen sie wenden, fing er an, sie zu unterdrücken und zur Zwangsarbeit zu zwingen.

Israel hat 430 Jahre in Ägypten gelebt. Ich denke, dass die Erzählungen über Gott wie Abraham, Isaak, Jakob und Joseph Ihn erlebt haben, immer weiter getragen wurden von Generation zu Generation und dass da ein grundlegendes Verständnis war, von „Das ist unser Gott!“. Gleichzeitig hatten sie aber auch die Anbetung der Ägypter ständig vor Augen wie sie ihre vielen Gottheiten darstellten und huldigten. Dass die Israeliten später in der Wüste ihren Gott als Kalb darstellten, ist ein Indiz dafür, dass in dieser Zeit sich auch einiges an Vorstellungen vermischt hat.

Es war Zeit für eine Gottesoffenbarung. In 2.Mose 6,2-3 sagt Gott zu Mose:

„Ich bin Jahwe. Ich bin Abraham, Issak und Jakob erschienen als Gott, der Allmächtige (El Shaddai); aber mit meinem Namen Jahwe habe ich mich ihnen nicht zu erkennen gegeben.“

Jahwe ist der Eigenname Gottes im Alten Testament, der sonst auch mit HERR wiedergegeben wird. Während der Plagen sagt Gott weiter zu Mose in 10,1-2:

„Geh zum Pharao hinein, denn ich habe sein Herz und das Herz seiner Hofbeamten verstockt, um diese meine Zeichen mitten unter ihnen zu tun, und damit du vor den Ohren deiner Kinder und Kindeskinder erzählst, wie ich den Ägyptern übel mitgespielt habe und meine Zeichen, die ich unter ihnen getan habe. So werdet ihr erkennen, dass ich der HERR bin.“

Israel sollte ihren Gott neu kennenlernen. Und diese Offenbarung Seiner selbst braucht es immer wieder, um Ihn anbeten zu können. Judson Cornwall schreibt in seinem Buch „Anbetung – Fest in Gottes Gegenwart“ dazu (S.48):

„Bis zu dem Augenblick, da Jesus den Jüngern als der Christus Gottes offenbart wurde, haben sie Ihn nicht angebetet. Mit der Frau am Jakobsbrunnen entspann sich schon fast ein Streitgespräch, bis Jesus sich als der Messias zu erkennen gab. Da fing sie an anzubeten und wurde Evangelistin. Nach der Auferstehung hielt Maria Jesus für den Gärtner, und sie bat Ihn um Nachricht, wo man den Leichnam Jesu denn wohl hingebracht haben könnte. Kaum hatte sich Jesus ihr als der auferstandene Herr gezeigt, da betete sie Ihn an.

Die Botschaft der frühen Kirche lautete: „…dass Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Christus gemacht hat“ (Apg.2,36). Wo man diese Botschaft aufnahm und ihr glaubte, da beteten die Menschen an.

Hat sich in uns erst einmal ein Bewußtsein für Jesu Gegenwart und Stellung entwickelt, so ist Anbetung die unwillkürliche Antwort, wenn nichts unternommen wird, sie zurückzuhalten, denn zum Anbeten sind wir schließlich geschaffen worden. Will man Anbetung erst gar nicht aufkommen lassen, so muss man ihren angeborenen Instinkt regelrecht unterdrücken. Allzuoft erstickt gerade Religiösität Anbetungsverhalten, als dass sie entzündet.“

Psalm 29,2 und 96,9 sagen „Betet an den HERRN in heiliger Pracht“. Die Fußnote dazu besagt, dass im Ugaritischen das Wort die Bedeutung „(Gottes-)Offenbarung, -Erscheiung“ hat, das hieße dann für den Vers: „Betet an den HERRN bei seiner heiligen Offenbarung!“ Es braucht diese Offenbarung Gottes, um in uns Anbetung hervorzubringen.

„Aus dem Gedächtnis mögen wir lobpreisen, Anbetung dagegen verlangt eine bestehende persönliche Beziehung, d.h. – um anzubeten, bedarf es der Gegenwart Gottes. Wahre Anbetung kommt nicht in Fluß, solange wir nicht wenigstens einen kurzen Blick auf Jesus selbst geworfen haben.“ (Judson Cornwall, S.46)

Und dazu rief Gott die Israeliten erneut. Er „redete zu Mose und Aaron und beauftragte sie als Gesandte an die Söhne Israel und an den Pharao, den König von Ägypten, die Söhne Israel aus dem Land Ägypten hinauszuführen.“ (6,13). Und die Botschaft war durchweg:

„Lass mein Volk ziehen, damit sie mir dienen!“ (7,16.26; 8,17; 9,1.14; 10,3)

Der Teil mit den 10 Plagen, die über Ägypten kamen, ist wohl jedem bekannt. Interessant dabei ist, dass es nicht einfach so wahllos Ideen gewesen sind, die Gott da zusammen gewürfelt hat. In all den Plagen setzt Er sich mit den Gottheiten der Ägypter auseinander. Er zeigt darin Seinem eigenen Volk wer Er ist, wem die Anbetung gebührt und auch der ägyptischen Welt. Er ließ dem Pharao sagen: „Eben deshalb habe ich dich bestehen lassen, um dir meine Macht zu zeigen, und damit man auf der ganzen Erde meinen Namen verkündigt.“ (9,16).

In der ersten Plage wird das Wasser des Nils zu Blut. Der Nil ist die Lebensader Ägyptens und die Grundlage des Lebens wurde dadurch angetastet. Interessant ist, dass kurze Zeit vorher die israelischen Jungen (Babys) im Nil ertränkt wurden, nun wird der Nil zu Blut, als würde das Blut dieser Jungen schreien. Der Glaube der Ägypter war, dass der Nil eine Gabe des Sonnengottes war. Es gab auch den Nil-Gott Hapi. Der Fluß und seine Fische wurden angebetet…durch die Plage starben die Fische und der Nil wurde stinkend (7,21).

Durch die zweite Plage wurde das ganze Land mit Fröschen erfüllt. Auch der Frosch hatte Bedeutung unter den Gottheiten und wurde so von den Ägyptern hochgeachtet. Man fand präparierte Frösche in den Gräbern zu Theben. Der Frosch war das sichtbare Zeichen des Gottes Ptah (einer der größten Gottheiten) und auch die Gottheit Heket wurde durch eine froschköpfige Frau dargestellt (Göttin der Geburt). Es war das Symbol der Fruchtbarkeit und des Lebens. Auch hier heißt es, dass am Ende „das Land davon stank“ (8,10).

Bei der dritten Plage, der Mücken, war das Wunder in erster Linie nicht die Vermehrung einer bestehenden Population wie bei den Fröschen, sondern dass aus Staub die Mücken wurden. Auch die Erde wurde, wie das Wasser, verehrt. In der Gottheit Seb, die auch als der Vater aller Gottheiten galt, fand sich dies wieder. Nun kommt ausgerechnet hierdurch eine neue Plage über Menschen und Vieh und der Pharao muss am Ende bekennen: „Das ist der Finger eines Gottes!“ (8,15).

Mit der vierten Plage, den Stechfliegen (o. Hundsfliegen; oder auch allerlei Ungeziefer), wurden nicht nur Menschen und Vieh angegriffen, sondern sie drangen auch in alle Häuser ein. Ungeziefer – das lässt auch an Käfer denken, die in der ägyptischen Religion eine besondere Rolle spielten. Es gibt viele Abbildungen auf Tempelsäulen, Gräbern und wichtigen Stätten. Insekten wurden selten getötet. Auch hier zeigt Gott, dass Er HERR darüber ist.

Die fünfte Plage war die Viehpest. Pest hat es immer wieder gegeben, das war an sich nichts besonderes. Das Außergewöhnliche daran war, dass sie angekündigt wurde zu einem bestimmten Zeitpunkt. „Der HERR setzte eine bestimmte Zeit fest.“ (9,5). Und es traf nur die Ägypter und nicht die Israeliten (9,4), wie zuvor auch schon, aber dazu später mehr. Auch hier wird die Religion der Ägypter angetastet. Tiere galten als heilig und wurden oftmals als Inkarnation von Gottheiten angesehen und verehrt. Viele Tierbilder finden sich in den Gottesdarstellungen wieder. Und vermutlich hatten die Israeliten deswegen später ein goldenes Kalb erschaffen, als sie etwas Sichtbares als Gott wünschten.

In der sechsten Plage folgten Geschwüre, die nicht nur das Vieh, sondern auch Menschen erkranken liessen. Die Anforderung an Mose und Aaron war hier, dass sie Ofenruß nahmen und in den Wind streuten. Auch die Wahrsager und Zauberer Ägyptens warfen in ihren Zeremonien Ruß in die Luft, doch hatte es nicht dieselbe Wirkung wie nun bei Mose und Aaron. Es heißt: „Die Wahrsagepriester (Geheimgelehrte/Zauberer) aber konnten wegen der Geschwüre nicht vor Mose treten.“ (9,11). Es ist offensichtlich, dass Gott sich an dieser Stelle mit ihnen auseinandersetzte.

Mit der siebten Plage kommt ein Unwetter mit Hagel über das Land. Dies geschah in Ägypten selten und war ein eindeutiges Zeichen für die Bewohner des Landes. Ihr Gott der Luft, Schu, konnte ihnen nicht helfen. Das besondere an diesem Hagel war auch, dass mit dem Hagel Feuer kam, „das mitten im Hagel hin und her zuckte“ (9,24). In diesem Teil spricht der Pharao zum ersten mal von Gott als HERRN, erkennt den Namen Jahwe an.

Danach kamen in der achten Plage Heuschrecken, die den Rest von dem fressen sollten, was der Hagel übrig gelassen hatte (10,5). In 2.Mose 10,13 lesen wir, dass ein Ostwind, sie ins Land hineinbrachte (und später ein Westwind sie wieder fort trug – V.19). Die Ägypter hatten auch einen Gott des Windes – Amun. Er hatte in diesem Fall nicht mehr die Herrschaft. Auch der Gott Seraja, der als Beschützer vor Heuschrecken verehrt wurde, wurde seiner Macht entledigt. Der Wind trieb die Heuschrecken herbei, die sogar geweihte Bäume abfrassen.

Die neunte Plage wendet sich gegen die Gottheiten, die am stärksten verehrt wurden. Die Sonne wurde in Ägypten als Höchstes geachtet. Sitz der Sonnenanbetung und wichtigste Anbetungsstätte war On (‚Das Haus der Sonne‘). Durch die Finsternis verschwindet nun jedes Licht völlig, drei Tage lang. „Man konnte einander nicht sehen, und niemand stand von seinem Platz auf drei Tage lang; aber alle Söhne Israel hatten Licht in ihren Wohnsitzen.“ (10,23).

Und obwohl das Land und seine Bewohner schon so gebeutelt waren, brauchte es noch die zehnte Plage, damit der Pharao Israel in der von Gott vorgegebenen Weise ziehen ließ. Nach der neunte Plage jagt der Pharao Mose fort und sagt: „Geh! Fort von mir! Nimm dich in Acht und tritt mir nicht noch einmal unter die Augen! Denn an dem Tag, an dem du mir wieder unter die Augen trittst, wirst du sterben.“ (10,28). Nun wird dies umgedreht und alle Erstgeburt der Ägypter wird angetastet. Der Erstgeborene repräsentiert das ganze Geschlecht. Und nun scheint Gott sich zu dem Volk seines Bundes zu stellen und Gericht darüber zu halten, dass so viele israelische Babys ertränkt wurden.

„Dann werde ich euch in das Land bringen, um dessentwillen ich meine Hand zum Schwur erhoben habe, dass ich es Abraham, Isaak und Jakob geben will, und ich werde es euch zu Besitz geben, ich, der HERR.“ (6,8)

Israel ist Gottes Volk des Bundes gewesen und Gott wollte es für sich und unter seinen eigenen guten Herrschaft, dass es Ihm dient und nicht mehr dem Pharao.

Dass Gott fähig war, sich mit all den Mächten Ägyptens auseinanderzusetzen, macht auch Mut und Hoffnung für heute. Egal, was es ist, das unser Leben maträtiert, uns ängstigt und uns in eine bestimmte Richtung drängt, oftmals sind es gar nicht greifbare Dinge wie ein unsichtbarer „Pharao“, Gott ist fähig, dem zu begegnen. Wir dürfen uns Ihm anvertrauen und Ihn als unseren Gott kennenlernen.

Gott liebt Sein Volk und er machte einen Unterschied zwischen Ihm und den Ägyptern (8,19; 9,4; 11,7). Welche Bedrohung auch immer sich nahte, der Landteil Goschen blieb verschont. Die Geschichten von Israel dienen als Beispiel für alle, die sich heute durch Jesus Christus Gott anvertraut haben. Gott ist immer noch derselbe.

„Alles dies widerfuhr jenen als Vorbild und ist geschrieben worden zur Ermahung für uns, über die das Ende der Zeitalter gekommen ist.“ (1.Korinther 10,11)

Was mir in Bezug auf die Anbetung noch durch diese Kapitel wichtig geworden ist, ist, dass Mose keine Kompromisse mit den Anordnungen Gottes machte. Das Volk sollte ausziehen, um Gott zu dienen und Ihm zu opfern und Ihn anzubeten. Durch die Plagen hindurch machte der Pharao verschiedene Angebote:

„Geht hin und opfert eurem Gott hier im Land!“ (8,21)

„Ich will Euch ziehen lassen, damit ihr dem HERRN, eurem Gott in der Wüste opfert. Nur entfernt euch nicht zu weit!“ (8,24)

„Zieht doch hin, ihr Männer, und dient dem HERRN!“ (10,11)

„Zieht hin, dient dem HERRN! Nur eure Schafe und Rinder sollen zurückbleiben; auch eure Kinder mögen mit euch ziehen!“ (10,24)

Es wäre vielleicht bequemer gewesen, an der ein oder anderen Stelle einzulenken und einen Kompromiß einzugehen. Aber an keiner Stelle läßt Mose sich darauf ein und bleibt bei dem, was Gott gesagt hat. Er gibt sich nicht mit weniger zufrieden. Am Ende heißt es von Israel:

„Da warf sich das Volk nieder und betete an.“ (12,27)

Und von den Ägyptern:

„Und die Ägypter bedrängten das Volk, um sie möglichst schnell aus dem Land schicken zu können,…“ (12,33)

Durch die ganze Zeit hindurch vollzieht sich eine wundersame Wandlung. Zu Beginn waren Mose und Aaron sicherlich die Lachnummern des Reiches. Sie kamen als Niemand aus der Wüste zu dem mächtigen Herrscher, um ihm zu sagen, dass er seine ganzen Arbeitskräfte freilassen sollte. Dazu vollbrachten sie lediglich Zeichen, die die Hofzauberer ebenso zu vollbringen wussten. Doch durch die fünf Kapitel hindurch spürt man, wie diese menschliche Stärke bröckelt und die wahre Kraft offenbar wird. Am Ende heißt es von Mose:

„Und der HERR gab dem Volk Gunst in den Augen der Ägypter. Der Mann Mose war sogar sehr angesehen (groß) im Land Ägypten, in den Augen der Hofbeamten des Pharaos und in den Augen des Volkes.“ (11,3)

Ich glaube, dass Gott zu allen Zeiten und so auch heute, Sein Volk in die Anbetung Seiner selbst ruft und es dafür von allem befreien will, was es daran hindert. Gott hat uns geschaffen und in uns ein Verlangen zur Anbetung gelegt, dass tiefe Erfüllung findet, wenn es auf Ihn ausgerichtet ist. Und Er will überall auch immer wieder den Rahmen schaffen, in dem es stattfinden kann. Und wo wir uns auf den Weg gemacht haben, Ihn zu entdecken und uns manchmal klein und lächerlich vorkommen, dürfen wir uns immer wieder an Seinen Ruf und Seine Worte erinnern und Er wird Gunst schenken.

Psalm 105 fasst die Geschichte zusammen:

„1 Preist den HERRN, ruft an seinen Namen, macht unter den Völkern kund seine Taten!
Singt ihm, spielt ihm, redet von allen seinen Wundern!
Rühmt euch seines heiligen Namens! Es freue sich das Herz derer, die den HERRN suchen!
Fragt nach dem HERRN und seiner Stärke, sucht sein Angesicht beständig!
Gedenkt seiner Wunder, die er getan hat, seiner Zeichen und der Urteile seines Mundes!
Ihr Nachkommen Abrahams, seines Knechtes, ihr Söhne Jakobs, seine Auserwählten:
Er ist der HERR, unser Gott! Seine Urteile ergehen auf der ganzen Erde.
Er gedenkt ewig seines Bundes – des Wortes, das er geboten hat auf tausend Generationen hin -,
den er gemacht hat mit Abraham, und seines Eides an Isaak.
10 Er richtete ihn auf für Jakob zur Ordnung, Israel zum ewigen Bund,
11 indem er sprach: Dir will ich das Land Kanaan geben als euch zugemessenes Erbe1.
12 Als sie noch gering waren an Zahl, nur wenige und Fremdlinge darin,
13 als sie von Volk zu Volk wanderten, von einem Reich zu einem anderen Volk,
14 da gestattete er keinem Menschen, sie zu bedrücken, und ihretwegen wies er Könige zurecht:
15 „Tastet meine Gesalbten nicht an, tut meinen Propheten nichts Übles!“
16 Er rief eine Hungersnot über das Land herbei; jeden Brotstab2 zerbrach er.
17 Er sandte einen Mann vor ihnen her: Josef wurde als Knecht verkauft.
18 Sie zwängten seine Füße in Fesseln, in Eisen kam sein Hals,
19 bis zu der Zeit, da sein Wort eintraf, das Wort des HERRN ihn bewährte.
20 Der König sandte hin und ließ ihn los, der Herrscher über Völker, und befreite ihn.
21 Er setzte ihn zum Herrn über sein Haus, zum Herrscher über all seinen Besitz3,
22 um seine Obersten zurechtzuweisen nach seinem Sinn4; und seine Ältesten sollte er Weisheit lehren.
23 Dann kam Israel nach Ägypten, Jakob war ein Fremder im Lande Hams.
24 Und er machte sein Volk sehr fruchtbar, er machte es stärker als seine Bedränger.
25 Er wandelte ihr Herz, sein Volk zu hassen, Arglist zu üben an seinen Knechten.
26 Er sandte Mose, seinen Knecht, Aaron, den er auserwählt hatte.
27 Sie taten unter ihnen seine Zeichen und Wunder im Lande Hams.
28 Er sandte Finsternis und machte es finster. Aber sie achteten nicht auf5 seine Worte.
29 Er verwandelte ihr Wasser in Blut, ließ sterben ihre Fische.
30 Es wimmelte ihr Land von Fröschen bis in die Gemächer ihrer Könige.
31 Er sprach, und es kamen Hundsfliegen, Stechmücken in ihr ganzes Gebiet6.
32 Er gab ihnen Hagel statt Regen, flammendes Feuer in ihr Land.
33 Und er schlug ihre Weinstöcke und Feigenbäume, zerbrach die Bäume ihres Gebiets.
34 Er sprach, und es kamen Heuschrecken und ihre Larven ohne Zahl.
35 Sie fraßen alles Kraut in ihrem Land, sie fraßen die Frucht ihres Bodens.
36 Und er schlug alle Erstgeburt in ihrem Land, die Erstlinge all ihrer Kraft.
37 Dann führte er sie heraus mit Silber und Gold, und kein Strauchelnder war unter seinen Stämmen.
38 Froh war Ägypten bei ihrem Auszug, denn ihr Schrecken war auf sie gefallen.
39 Er breitete eine Wolke aus zur Decke, ein Feuer, die Nacht zu erleuchten.
40 Sie forderten7, und er ließ Wachteln kommen. Mit Himmelsbrot sättigte er sie.
41 Er öffnete den Felsen, und es floss Wasser heraus. Es lief in die Wüste wie ein Strom.
42 Denn er gedachte seines heiligen Wortes, Abrahams, seines Knechtes,
43 und führte sein Volk heraus in Freude, seine Auserwählten in Jubel.
44 Er gab ihnen die Länder der Nationen und die Mühe8 der Völkerschaften nahmen sie in Besitz,
45 damit sie seine Ordnungen beachteten und seine Gesetze bewahrten. Halleluja!“

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Jason Upton – Worshiptime…

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