Der Berg ruft

„Ihr seid gekommen zum Berg Zion und zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem; und zu Myriaden von Engeln, einer Festversammlung; und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die in den Himmeln angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter aller; und zu den Geistern der vollendeten Gerechten; und zu Jesus, dem Mittler eines neuen Bundes; und zum Blut der Besprengung, das besser redet als das Blut Abels.“

Hebräer 12,22-24

Im vergangenen November war ich auf einer Frauenkonferenz in Österreich mitten in den Bergen. Noch nie in meinem bisherigen Leben bin ich so großen Bergen so nah gekommen. Sie haben mich sehr beeindruckt und fasziniert und begannen auf einmal als Bild zu mir über unseren Weg in Gottes Gegenwart zu reden. Davon möchte ich einige Gedanken in diesem Eintrag weiter geben.

Das erste was mir ins Auge fiel und was mich dann beschäftigte, war wie massiv und fest diese Berge sind. Sie stehen fest und wirken demnach vertrauensvoll, doch je höher man den Blick gleiten ließ und die Augen zur Spitze wanderten, desto mehr bekommt der Berg etwas wildes und unbezwingbares, unzähmbares. Jeder Berg sah anders aus und hatte irgendwie einen persönlichen Charakter. Obwohl ich selber niemals anfangen würde, im Natürlichen solch einen Berg zu besteigen, um die Spitze zu erklimmen, konnte ich auf einmal diejenigen verstehen, die dadurch gelockt werden, man möchte diesen Berg kennenlernen und ihn bezwingen.

Und als mir diese Gedanken so durch den Kopf gingen, merkte ich, genauso ist es mit Gottes Gegenwart. Gott und all Seine Verheißungen stehen genau so massiv und fest. Er ist zuverlässig und wankt nicht. Jemand der so einen Berg im Natürlichen ersteigt, wirkt klein vor dem Panorama des ganzen Berges. Auch dies spiegelt Gottes Größe und Stärke wieder. Wir können Ihm vertrauen.

Und doch gibt es da etwas an Gott, das wild ist, unbezwingbar und unzähmbar scheint. Und genauso wie sich Bergsteiger von einem Berg rufen lassen, glaube ich, dass Gott uns genau in diesen Bereich Seines Wesens und Charakters hinein ruft, genau so wie Er Johannes in Offenbarung 4,1 gerufen hat:

„Komm hier herauf!“

Ich glaube, dass Gott auf der einen Seite, so fest und klar ist, dass wir wissen, wir können Ihm vertrauen, dass er auf der anderen Seite aber auch geheimnisvoll und immer wieder anders ist, als wir es denken. In Sprüche 25,2 heißt es: „Gottes Ehre ist es, eine Sache zu verbergen, die Ehre des Königs aber, eine Sache zu erforschen.“ Ich glaube, dass Gott sich manchmal etwas verbirgt, um uns zu locken, Ihn zu erforschen, nach Ihm zu suchen, wirklich Ihn zu wollen. So oft geben wir uns mit unseren Ritualen zufrieden, auch im gemeinsamen Lobpreis, mit unseren fünf Liedern, die wir Ihm am Sonntagmorgen singen. Doch wie heißt es in Matt Redmans Lied „Heart of Worship“…“Ich bring dir mehr als ein Lied, denn ein Lied nur an sich, ist nicht, wonach du dich sehnst. Du suchst viel tiefer in mir, durch den äußeren Schein, siehst du mitten ins Herz.“

Darum geht es doch im Kern unserer Anbetung, um eine wirkliche Begegnung mit dem lebendigen Gott, die uns in Staunen versetzt und nichts anderes als Anbetung übrig lässt.

Das Haus, in dem die Konferenz stattfand, lag mitten in diesen Bergen und man konnte wunderbare Spaziergänge von dort aus unternehmen. Dabei fiel mir auf, es gab sehr unterschiedliche Formen von Wegen. Einige waren gut begehbar, sogar befahrbar, da sie so breit ausgearbeitet waren.

Dann gab es schmalere Wege, wo auch schon viele drüber gegangen waren und ein Weg sichtbar war.

Dann wurden aber auch Wege sichtbar, die eher Trampelpfanden glichen und wo deutlich zu sehen war, hier haben sich noch nicht so viele lang getraut. Da nicht so ganz sichtbar ist, wo der Weg hinführt und wie es weiter oben aussieht, trauen sich das auch eher die geübteren Spaziergänger und Wanderer zu.

Und dann gab es Flächen, die noch nahezu unbegangen waren. Man sah hier und da niedergedrücktes Gras und konnte daran festmachen, hier ist schon mal jemand lang gegangen, aber es war kein Weg der breiten Masse. Aber daran war auch sichtbar, dass der Berg zu Abenteuer einlud. Es war erlaubt, unbebaute Wege zu gehen und den Berg mit seinen Wäldern und Bächen zu erkunden.

Auch das war für mich wieder ein Bild von unseren Wegen in Gottes Gegenwart. Die Wege sprechen von unseren Weisen, wie wir Gott suchen. Die breite des Weges ist vielleicht ein Bild für den Bekanntheitsgrad oder Akzeptanz unserer Weisen. Unser kontemporärer Lobpreis ist vielleicht solch ein breiter Weg…die sogenannte prophetische Anbetung ist vielleicht eher ein schmalerer Weg, den weniger Leute nehmen und gehen und der deswegen noch nicht so gefestigt ist. Und da sind vielleicht Weisen, die gerade erst entdeckt werden. Apostelgeschichte 3,21 sagt, dass wir in einer Zeit „der Wiederherstellung aller Dinge“ leben. Und Lobpreis und Anbetung ist gewiss auch solch ein „Ding“, das Wiederherstellung erlebt. Es gibt viele Weisen, wie wir Gott loben, preisen, danken, anbeten können…laut, leise, schnell, langsam, extrovertiert, kontemplativ, ruhig, dynamisch…und viele Weisen haben einen Platz in unseren Reihen. Aber wenn wir an Gottes Größe glauben, müssen wir auch glauben, dass wir niemals alle Erkenntnis auch in diesem Bereich haben. Da sind und warten Wege, entdeckt und begangen zu werden. Da sind Offenbarungen über Anbetung noch „von Gott verborgen, um erforscht zu werden“.

Wir beten im „Vater unser“ – „Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden“. Sein Reich besteht auch in der Anbetung, die Tag und Nacht um Seinen Thron herum geschieht. Wir mögen hin und wieder einen kleinen Moment dieser Anbetung wahrnehmen und aufschnappen, aber ich glaube, wir können alle sagen, es ist auf der Erde noch nicht wie im Himmel und „wir haben es noch nicht ergriffen, jagen ihm aber nach“, um mit Paulus Worten zu sprechen (Phil.3,13). Da ist noch Raum nach oben, die Wahrheiten über Anbetung zu entdecken und da heraus neue Wege zu bahnen. Und ich hoffe, dass da genug Anbeter mit einem Pioniergeist sind, die sich aufmachen und voran gehen, um zu zeigen, was noch möglich ist.

Zu den verschiedenen Weisen kommt noch dazu, dass wir als Gottes Geschöpfe jeder ganz individuell gestaltet wurden. Und Er hat einen Weg zu unserem Herzen, den er nur für uns geschaffen hat und genauso persönlich ist der Weg zu seinem Herzen für jeden von uns. Die Beziehung zwischen Dir und Gott ist einzigartig. Und wenn es sicher einige Prinzipien in Seinem Reich gibt, ist die Ausgestaltung dieser Prinzipien doch sicherlich in jedem Leben ganz einzigartig. Wir sollten uns darin hüten, einander in unseren Weisen zu urteilen, sondern können uns auch da nur vor Gottes Größe demütigen. Das entscheidende ist, dass jeder sich in Gottes Gegenwart wiederfindet. Wir können alle nur mit Psalm 139,24 beten: „Und sieh, ob ein Weg der Mühsal (d.h. ein abgöttischer Weg) bei mir ist, und leite mich auf dem ewigen Weg!“

Und dann gab es da in den Bergen Bäche, die plätschernd hinabflossen. Ich liebe solche Bäche, ich könnte stundenlang daneben sitzen und zuhören und zusehen, ohne dass es mir langweilig werden würde. Sie sind erfrischend für die Seele.

So wurden die Bäche ein Bild für die Erfrischung in Gottes Gegenwart. Dabei kommt wahrscheinlich jedem als erste Assoziation Psalm 23 in den Sinn, der von den Wassern im Geist spricht, an die Gott uns führen möchte. Aber ich dachte auch an die Verse aus der Offenbarung, die von dem Strom sprechen, der aus dem Thron Gottes hervor fließt. Ich stellte mir den Thron Gottes auf der Spitze des Berges vor und wie das, was ich weiter unten als Bach sah, dort seinen Ursprung und seine Quelle hatte.

Psalm 46,5 sagt: „Des Stromes Läufe erfreuen die Stadt Gottes, die heiligste der Wohnungen des Höchsten.“

Und wer ist die Wohnung des Höchsten? Das Neue Testament ist sehr klar darüber, dass wir als Gläubige, als Gottes Heilige, Seine Wohnung geworden sind. Durch Seinen Geist hat Er selbst Wohnung in uns und unter uns als Sein Volk genommen. Und der Strom, der aus Seinem Thron im Zentrum hervorbricht, soll uns erfrischen, erbauen, heilen, erfreuen. Gott möchte, dass wir Seine Gegenwart genießen. Und es brauchte lange, bis diese Wahrheit mein eigenes Herz erreichte: Er genießt auch unsere Gegenwart!

Ich fand  während der Spaziergänge noch zwei weitere Gegenstände, die von dieser Erfrischung und Stärkung in Gottes Gegenwart erzählten. Das eine war eine Futterkrippe.

Sie steht für Ernährung. Gott hat versprochen, wenn wir nach Seinem Reich, nach Seiner Gegenwart trachten, dann wird Er uns alles geben, was wir brauchen. Dieses Versprechen in Matthäus 6,33 steht im Zusammenhang von realer materieller Versorgung. Aber auch für unseren inneren Menschen, für unsere Gedanken und Gefühle hat Gott alles, was wir brauchen. Sein Friede, und Er selbst ist Jahwe Shalom, will alles durchdringen (Phil. 4,7).

Und dann gab es dort einladende Bänke – ausruhen, verweilen, den Blick, die Atmosphäre genießen. Auch diese Momente gibt es auf dem Weg mit Gott und zu Gott hin. Auch das musste ich erst lernen und lerne es immer noch. Viel zu oft habe ich mich selber und andere angetrieben…“Komm, rauf auf den Berg, weiter geht’s!“…während der Vater extra „eine Bank hingestellt“ hat, um eine Zeit der Erfrischung, Ermutigung, Wiederherstellung und Heilung zu geben, die für den weiteren Weg nötig wäre.

Ein weiteres Phänomen durfte ich in den Tagen dort erleben: Nebel. Eines Morgens schaute ich aus dem Fenster und es war alles voller Nebel. Es war unglaublich! Von dem Berg, der da direkt vor meinem Fenster lag, war nichts mehr zu sehen. Und doch war er da! Erst eine ganze Weile später fing der Nebel an, sich aufzulösen und der Berg wurde langsam wieder sichtbar.

Auch das war ein faszinierendes Bild für mich. Der Berg im Nebel steht für Gott, der sich manchmal verhüllt. Im Gegensatz zu dem Verbergen, von dem ich in den ersten Absätzen schrieb, hat dies eher einen negativen Touch und spricht von den Momenten, wo wir gar nicht mehr wissen, was los ist und Gott fragen, wo Er sei. Aber wie der Berg ist er immer da, steht fest, steht zu dem, wer Er ist und was Er zugesagt hat.

Der Nebel steht für Zeiten der Prüfung unseres Glaubens, ob wir glauben, auch wenn wir nicht sehen. Ist mein Glaube davon abhängig, immer zu sehen? Immer zu fühlen? Immer zu schmecken? Oder reicht mein Vertrauen auch, wenn einmal gar nichts in irgendeiner Form spürbar ist? Auch wenn es mal länger dauert? Wenn Antworten ausbleiben?

Diese Zeiten sind dazu geschaffen, Glauben und Ausharren in uns zu stärken, zu vertiefen  und zum Wachstum zu bringen und bei allem hat der Vater versprochen, uns nicht über unser Vermögen zu testen. Wir können dabei oft nur Schritt für Schritt im Vertrauen auf Gottes Zusagen gehen und verstehen erst rückblickend, wenn der Nebel weicht, was es alles zu bedeuten hatte.

Noch zwei Dinge habe ich auf meiner Reise entdeckt.

Das eine war ein Paraglider…auf diesem Bild als kleiner weißer Punkt in der Mitte des Bildes zu sehen:

Da wagte sich jemand auf den Berg hinauf, um dann ohne Boden unter den Füßen in den Höhen zu segeln und sich die Welt von oben zu besehen.

Auch hier springt sofort ein Bibelvers vor dem inneren Auge auf:

„Die auf den HERRN hoffen, gewinnen neue Kraft; sie heben die Schwingen empor wie die Adler, sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht.“ Jesaja 40,31

Die auf den HERRN hoffen…sind es vielleicht gerade die Zeiten im Nebel, die uns neue Kraft gewinnen und aufsteigen lassen?

Der Epheserbrief spricht davon, dass Gott uns in Jesus Christus in den himmlischen Welten mitsitzen lässt (2,6). Er hat ein Interesse daran, dass wir die irdische Welt aus Seiner Perspektive heraus sehen und beurteilen. Deswegen glaube ich, dass Sein Ruf an Johannes „Komm hier herauf!“ ein ewiger Ruf an uns alle ist. In unserem Herzen, unserem Geist dürfen wir uns auf Gottes Ebene begeben. Dort werden wir anderes sehen und hören als hier auf der Erde, wir werden anderes wahrnehmen, Lösungen sehen, wo kein irdischer Ausweg zu sein scheint.

„Davon reden wir auch, nicht in Worten, gelehrt durch menschliche Weisheit, sondern in Worten, gelehrt durch den Geist, indem wir Geistliches durch Geistliches deuten. Ein natürlicher Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird. Der geistliche Mensch dagegen beurteilt zwar alles, er selbst jedoch wird von niemand beurteilt. Denn ‚wer hat den Sinn des Herrn erkannt, wer, der ihn unterweisen könnte?‘ Wir aber haben Christi Sinn.“

Diese Verse aus 1.Korinther 2,13-16 erscheinen mir nun in einem neuen Licht.

Während wir im Nebel den Weg nicht erkennen können und unser Vertrauen in Gottes Wege geprüft wird, haben wir in diesen Höhen einen guten Überblick über die Wege und können die höheren Gedanken und Wege Gottes ein Stück weit ergreifen (Jes.55,8&9).

Und zu guter Letzt waren da Häuser inmitten der Bergwälder. Das schönste habe ich als Bild mitgenommen:

Das sprach in zweifacher Weise zu mir. Zum einen als Ermutigung und dann als Ermahnung.

Die Ermutigung lag darin, in Gott, in Seiner Gegenwart, mit dem Herzen seine Wohnung zu nehmen. Gott will in uns Wohnung nehmen und genauso dürfen wir in Ihm Wohnung nehmen. Was ist unsere Wohnung für uns? Es ist der Ort in der wir in der Regel am meisten wir selbst sind. Es ist ein Ort, der uns vertraut ist, in dem wir uns frei bewegen und einen normalen Umgang mit allem in ihm haben. Und genau das ist Gottes Einladung an uns in dem „Komm hier herauf!“. Er möchte, dass wir in Ihm, in Seiner Gegenwart zu unserem wahren Ich werden. Er hat uns erschaffen und erst in Ihm kommen wir zu unserer ganzen Entfaltung. Er möchte, dass wir einen vertrauten Umgang mit Ihm haben und uns deswegen sicher fühlen, weil wir zum Beispiel wissen, das, was Er gesagt hat, wird Er halten. Wir sollen in Freiheit gelangen. Und wir sollen mit den Dingen Seines Reiches vertraut sein, so dass wir damit im ganz alltäglichen Leben umgehen können und es normal ist. Da ist bei mir noch viel Raum nach oben.

Das Bild hatte aber auch eine Ermahnung…das Haus stand noch an den unteren Rängen des Berges, es ging noch viel höher hinaus. Das ermahnte mich, auf meinem inneren Weg auf die Bergspitze, mich nicht an irgendeinem Punkt niederzulassen, zu sagen, das war alles und mehr gibt es nicht oder mehr brauche ich nicht. Das unterstreicht auch noch mal den Teil mit den Wegen…ich kann alle Wege gegangen sein, mich auf dem ein oder anderen wohl und sicher fühlen, aber da sind immer noch ungegangene Wege nach oben, die gegangen werden wollen. Was heißt das für mich im Lobpreis, in der Anbetung, alleine oder auch, wenn ich anderen darin diene? Es heißt, sich das Herz offen zu erhalten für Impulse des Geistes. Wir können uns auch im Lobpreis in einer Form einrichten, mit einem Stil, der uns liegt, mit dem, was wir gut können und uns wohl und sicher fühlen. Aber ich glaube, dass da noch viele Lieder, Klänge, Melodien und Weisen sind, die noch gespielt und gesungen werden sollen, die noch niemand gespielt hat…ungegangene Wege. Und manchmal kostet es etwas Mut aus dem gewohnten herauszutreten und zu sagen, ich probiere das jetzt mal, auch wenn es ganz anders ist als was wir sonst machen. Das fühlt sich dann manchmal an wie ein Schritt im Nebel oder wir beim Paragliding, keinen Boden unter den Füßen zu haben. Man hat nicht unter Kontrolle, was dann geschieht und kann nur Gott vertrauen, dass es sein Impuls war. Aber alle Wege, egal ob sie schmal oder breit sind, wurden irgendwann mal zum ersten Mal gegangen.

Da der Dienst in der Anbetung der Bereich ist, in den Gott mich gerufen hat, habe ich all das mit Blick auf Anbetung gesehen, aber diese Bilder lassen sich auf jeden Bereich unseres Lebens anwenden.

Abschießen will ich diesen Eintrag mit dem Ausruf aus Jesaja:

„Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berg des HERRN, zum Haus des Gottes Jakobs, dass er uns aufgrund seiner Wege belehrt und wir auf seinen Pfaden gehen! Denn von Zion aus wird Weisung ausgehen und das Wort des HERRN von Jerusalem.“

Jesaja 2,3

  

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Prophetische Anbetung…in der Praxis

„Das Wort des Christus wohne reichlich in euch; in aller Weisheit lehrt und ermahnt euch gegenseitig! Mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern singt Gott in euren Herzen in Gnade!“

Kolosser 3,16

Mit diesen Zeilen sollen nun noch ein paar praktische Tips zur Umsetzung des letzten Artikels kommen. Man kann in verschiedener Weise das Wort Gottes in sich wohnen lassen, auch durch Musik.

In der persönlichen Anbetung zu Hause kann man sich mit seiner Bibel hinsetzen und eine Textstelle heraus suchen. Als Beispiel können wir Psalm 27 nehmen. Er geht los mit:

„Der HERR ist mein Licht und mein Heil vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Zuflucht, vor wem sollte ich erschrecken?“

Wir können dann fragen: „Heiliger Geist, wie klingen diese Worte, wenn sie gesungen werden?“ Und dann fangen wir sie an zu singen. Wenn Du ein Instrument spielst, kannst Du Dich selbst begleiten, oder auch fragen: „Heiliger Geist, wie klingt dieser Vers, wenn ich ihn spiele?“. Dasselbe gilt für jede andere Kunst…wie sieht es aus, dass ich es male…wie sieht es aus im Tanz…?

„Der HERR ist mein Licht“…wie sieht das aus, wie hört es sich an?

Jaye Thomas, einer der Lobpreisleiter im International House of Prayer in Kansas City erzählt die Geschichte wie das Lied „You won’t relent“ entstand. Fast jeder kennt es, fast jeder verbindet es mit Misty Edwards oder Jesus Culture. Doch wem sagt der Name Cassie Campell etwas? Sie ist Bass-Spieler in Misty Edwards Team. Als Team beschäftigten sie sich gerade mit dem Hohelied und Cassie Campell wagte an einem Abend in ihrem Wohnzimmer diese Frage: „Heiliger Geist, wie klingen diese Verse auf meinem Bass?“ Und dann kam die Melodie hervor mit der das Lied beginnt. Am folgenden Tag brachte sie es mit in das Anbetungsset ihres Teams und spielte diese kleine Melodie. Das wurde dann von den Sängern aufgegriffen mit den Worten aus dem Hohelied und am Ende wurde es das Lied, das mittlerweile um die ganze Welt gegangen ist.

Wow! Wenn wir nur wagen würden, zu fragen!

In unsere gemeinsamen Lobpreiszeiten setzen wir es auf verschiedene Weisen um.

Zum einen habe ich seit dem besagten Workshop bei Kay (siehe vorheriger Artikel) versucht, die „Vorratskammer“ stets mit Wort Gottes gefüllt zu haben. Durch die Jahre habe ich erlebt, wie der Geist Gottes dann in unseren Anbetungszeiten das gebrauchte, um Gottes frisches Wort mit hinein zu bringen und so in diesem besonderen Moment an sein Vaterherz zu rufen, manchmal fröhlich und leicht, manchmal still, manchmal laut und auch ernst. In solchen Momenten singe ich dann Verse, die der Geist zu einem bestimmten Thema hervorholt oder auch in paraphrasierter Form, d.h. nicht den buchstäblichen Text, sondern den Inhalt des Verses in freier Formulierung. Und ich habe erlebt, wie der Geist dabei Verse in Verbindung brachte, die ich niemals zusammen gesehen habe. Er weiß am besten, wie Er ein Bild vom Vater malen kann.

Manchmal gehe ich auch schon mit einem Impuls in die Anbetungszeiten, was Gott betonen möchte, meist ist mir dann im Vorfeld schon etwas an Wort Gottes ins Auge gesprungen, dass ich als „Startkapital“ mitnehme und dann auch bewusst einsetze, wenn ich spüre, der richtige Zeitpunkt ist gekommen.

Wenn jemand meint, darin auch eine besondere Berufung zu haben, ist Bibelstellen auswendig zu lernen eine gut investierte Zeit. Dies hilft Dein Werkzeug zu schärfen und Deine „Munition“ bereit zu halten.

Immer wieder gestalten sich dabei auch Zeilen, die wir dann gemeinsam einige Male singen, mit denen wir Gott aus dem Moment heraus anbeten.

Seit ein paar Wochen versuchen wir aber auch als ganzes Team, Wort Gottes mit in unsere Lobpreiszeiten zu nehmen und es lebendig werden zu lassen. Dazu nehmen wir Bibeltexte, die uns gerade als Gemeinschaft betreffen…z.B. aus der letzten Predigt, aus der Bibelstunde, Texte, die im Laufe der Woche zur Sprache kommen und wo wir spüren, Gott will dadurch zu uns reden. Das Team kennt den Text im Vorfeld und beschäftigt sich auch die Tage vorher damit. Wir nutzen einen Teil des „Harfe & Schale“ Modells, das in Gebetshäusern sehr beliebt ist, zur Orientierung. Mit unserem obigen Beispiel von Psalm 27 würde ich den ersten Vers einmal singen und dann den anderen Sängern Raum geben, etwas zu diesem Vers zu singen, einfach kurze Sätze, die wir wie im Ping-Pong hin und hersingen und in der Form gemeinsam über diesen Vers meditieren. Das könnte so aussehen:

„Der HERR ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Zuflucht, vor wem sollte ich erschrecken?“

„Der HERR ist mein Licht und mein Heil!“

„Du bist mein Licht und erleuchtest meinen Weg!“

„Du bist mein Licht und schenkst mir Orientierung!“

„Du erhellst die Dunkelheit und ich brauche mich nicht zu fürchten!“

Und meistens entwickelt sich dabei irgendeine Zeile, wo man merkt, die ist jetzt etwas „catchy“, die greifen wir auf und machen daraus einen kleinen Refrain, wo dann alle aus vollem Halse mit einstimmen können. Dann gehen wir in den nächsten Vers.

Auf diese Weise beten wir an auf der Grundlage des Wortes und der Raum wird mit der Wahrheit und der Kraft des Wortes Gottes gefüllt und der Vater kann sich selbst darin offenbaren, was wieder neue Anbetung hervorbringen wird! Das ist das Ziel der prophetischen Anbetung!

In dieser Form anzubeten, braucht ein wenig Mut zum Fehler machen. Man kann es etwas planen und dem ganzen eine Struktur geben, aber leben tut es letzten Endes von spontanen Impulsen in unserem Geist. Wir können unsere Instrumente und Stimmen trainieren und beherrschen, wir können uns mit dem Wort Gottes füllen, es lernen, aber dann heißt es zu vertrauen. Manchmal stolpert man dabei vielleicht und landet irgendwo, wo man grad nicht weiter weiß, aber nur so wird man auf diesem Weg weiter kommen. Wer sagte noch „Mut zur Lücke?“…das wird gebraucht! Keine Angst davor zu haben, was, wenn auf einmal nichts mehr kommt. Es ist eine Form der Anbetung, die weniger unter unserer Kontrolle ist, die wir nicht unbedingt managen können, sondern, wo wir bewusst sagen: „Heiliger Geist, wie soll es klingen?“ und dann vertrauen, dass Er den Vater und Jesus verherrlichen will!


Hier ein Beispiel aus einem unserer Gottesdienste mit etwas, was sich auf Psalm 93 aufgebaut hat:


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Prophetische Anbetung

„Denn das Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung (Prophetie)“

Offenbarung 19,10

Dies ist der eine Vers in der Bibel, der uns eine Definition von Prophetie gibt. Es gibt andere Verse, die über prophetische Worte sprechen, sie aber nicht unbedingt definieren. Vielleicht geht es anderen wie mir, die beim Lesen erstmal dachten: „Aha….was?“.

Das Zeugnis Jesu…ist der Geist der Prophetie oder Weissagung wie es in manchen Übersetzungen steht.

Das Zeugnis Jesu…wenn wir das Wort Zeugnis gebrauchen, nutzen wir es oft in dem Zusammenhang „ein Zeugnis zu geben“, was meistens heißt, wir erzählen davon wie unser Leben aussah vor der Begegnung mit Jesus, wie wir Jesus getroffen haben und wie es nun unser Leben beeinflusst. Aber irgendwie kann das hier nicht gemeint sein. Jesus, der den „vorher-und-nachher-Effekt“ von sich selbst erzählt?

Ein Zeuge, wo wird er gebraucht? In den meisten Fällen in einem Gerichtssaal, wo die Richter und Anwälte von ihm und seiner genauen Schilderung, was er gesehen und gehört hat, abhängig sind, die einen bestimmten Vorfall nicht gesehen haben. Er hat etwas gesehen, was alle anderen nicht gesehen haben, er ist Augenzeuge.

So hat auch Jesus etwas gesehen, was alle anderen nicht gesehen haben: den Vater!

Jesus kam auf die Erde, um den Vater zu zeigen. Sein Leben, sein Reden, die Zeichen und Wunder, die Heilungen, die er wirkte, alles zeigte den Vater. Sein Sterben und Auferstehen zeigte den Vater. Johannes 14,6 & 7 sagt, dass wir nur durch Jesus den Vater erkennen können. In Jesu Worte und Tun spiegelt sich der Vater wieder.

Wenn das Zeugnis Jesu von dem Vater zeugt und wenn das Zeugnis Jesu der Geist der Prophetie ist, dann wird das Wort der Prophetie immer auf den Vater hinweisen.

Im ersten Korintherbrief wird deutlich, dass der Heilige Geist es liebt, Jesus zu offenbaren und Jesus offenbart den Vater. Das prophetische Wort endet immer beim Vater!

Und genau das geschieht in prophetischer Anbetung. Sie führt zum Vater! Was genauso für andere Künste, wie Malerei, Tanz, Poesie etc. gilt. Prophetische Künstler sind mit dem Wesen des Vaters vertraut und wissen, wie sie es klar kommunizieren können, dass andere den Vater sehen.

In Johannes 1 wird deutlich, dass Jesus, das lebendige Wort Gottes ist, so bedeutet für uns prophetisches Singen in der Anbetung, das Wort Gottes zu singen. Das Wort Gottes weist auf den Vater hin. Dazu ist nötig, dass wir das Wort kennen.

Ich erinnere mich an meinen Start im Anbetungsdienst, da habe ich eine Konferenz in Bad Gandersheim besucht und dort unter anderem einen Workshop zum Thema „Prophetische Anbetung“ bei Kay Chance. Ich glaube, ich weiß nicht mehr viel, was wir in den 1,5 Stunden gelernt haben, aber eins ist mir bis heute hängen geblieben. Es ging allgemein darum, dass der Geist eben das Bibelwort gebraucht, um es zu einem bestimmten Zeitpunkt lebendig zu machen, und dann sagte sie: „Der Geist kann dich nur an etwas erinnern, was du schon mal gelesen hast!“. Wenn wir in prophetischer Anbetung wachsen wollen, dann müssen wir das Wort lesen, müssen es sozusagen „essen“, müssen es in uns lebendig werden lassen. Und dann werden wir es singen, bis Jesus sich offenbart. Dies sind Lieder, die nie alt werden, weil das Wort Gottes nie alt wird. In den meisten Lieder, an die wir uns aus den letzten Jahren erinnern, geht es um Wort Gottes….Worte von Menschen vergehen, aber das Wort Gottes bleibt.

Johannes wird in der Offenbarung aufgefordert, aufzuschreiben, was er sieht und hört. So ist es auch mit uns. Wir singen, schreiben, malen, tanzen…was wir sehen und hören. Eine Freundin erzählte mir neulich, dass sie vor vielen Jahren in einem Gottesdienst tanzte, hinterher kam ein Mann auf sie zu, sichtlich berührt, und sagte: „Du hast gerade mein Leben getanzt!“ So kann jemand durch unser „prophetisches Leben“ vom Vater angerührt und in seine Nähe gebracht werden.

Es ist, als würde der Vater selbst sagen: „Sing mir, was ich schon über mich weiß! Und mache damit Bahn, dass andere mich sehen!“ In seiner Gegenwart sind vier lebendige Wesen, die aussen und innen voller Augen sind (Offenbarung 4,8). Es ist ziemlich offensichtlich, was ihr Job ist! Gott, den Vater, ansehen! Und was ist ihre Reaktion? Das einzige, was sie können, ist auszurufen: „Heilig, heilig, heilig!“

Für den prophetischen Lobpreis brauchen wir geöffnete Augen des Herzens, die sehen, offene Ohren, die Hören, um die Offenbarung Jesu durch die Quelle, durch die er sich und den Vater offenbart, das Wort Gottes, wahrzunehmen. Und es wird Anbetung aus uns hervorsprudeln lassen, die auf den Vater hinweist.

Eins meiner Lieblingsgebete dafür steht in Epheser 1,17 & 18:

„…ich gedenke eurer in meinen Gebeten, dass der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst. Er erleuchte die Augen eures Herzens…“

Vater der Herrlichkeit, gib uns den Geist der Weisheit und Offenbarung, dass wir Dich in Deinem Wort erkennen. Erleuchte die Augen unserer Herzen, dass wir Dich im Geist und in der Wahrheit anbeten!

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Deutschland sucht den Superstar und Gott sucht Anbeter!

„…denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter.“

(Johannes 4,23)

„Deutschland sucht den Superstar und Gott sucht Anbeter.“ …der Satz schoß mir neulich durch den Kopf. Sofort dachte ich an die Stelle aus Johannes 4, in der Jesus über die Anbetung des Vaters sprach:

„Es kommt aber die Stunde und ist jetzt, da die wahren Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten.“ (Johannes 4,23&24)

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten…in Geist und Wahrheit anbeten…das waren immer so wage Ausdrücke für mich.

Was ist im Geist anbeten? Das habe ich mir immer erklärt, dass es im Heiligen Geist geschehen muss…aber das war immer noch so schwammig, dass ich mit meiner Erklärung selber gar nicht richtig etwas anfangen konnte. Was heißt das? Woran zeigt es sich? Wie ist das praktisch umgesetzt? Ich denke, eine der Fußnoten zu Johannes 4 hat mich ein wenig weiter gebracht. Dort ist Philipper 3,3 angegeben:

„Denn wir sind die Beschneidung, die wir im Geist Gottes dienen und uns in Christus Jesus rühmen und nicht auf Fleisch vertrauen.“

Da taucht das „im Geist Gottes dienen“ ebenfalls auf, aber es folgt eine Erklärung, wie sich dieses Dienen im Geist ausdrückt: in Christus rühmen und nicht auf Fleisch vertrauen. Der einfache Teil ist: diese Anbetung, die Gott gefällt, rückt Christus ins Zentrum, all das, was Er ist und sagt und tut und getan hat, besonders am Kreuz von Golgatha. Das fällt uns oft noch leicht, denn es ist ja klar, dass wir Jesus für das danken wollen, was Er getan hat.

Aber dann gibt es da auch noch dieses „nicht auf Fleisch vertrauen“. Ich denke, dass dies den meisten von uns eher schwer fällt. Wie gerne kommen wir mit unseren Stärken in die Gegenwart Gottes? Und doch sagte Gott durch Jeremia:

„Der Weise rühme sich nicht seiner Weisheit, und der Starke rühme sich nicht seiner Stärke, der Reiche rühme sich nicht seines Reichtums; sondern wer sich rühmt, rühme sich dessen: Einsicht zu haben und mich zu erkennen, dass ich der HERR bin, der Gnade und Recht und Gerechtigkeit übt auf der Erde; denn daran habe ich Gefallen, spricht der HERR.“ (Jeremia 9,22&23)

Wir kommen gerne zusammen und zeigen, was wir alles wissen, wo wir stark waren und sichtbaren Sieg erlebt haben, wo wir gesegnet sind…wir tendieren eher dahin der nächste Superstar am christlichen Erfolgshimmel sein zu wollen. Aber das ist nicht, was Gott sucht.

Gott sucht Herzen, die Ihn suchen und Ihn erkennen und Seine Wege und Gedanken verstehen wollen…nicht um des eigenen Ruhmes willen, sondern Seinetwillen, um Ihn zu kennen und darin Genüge zu finden. Und manchmal ist es besonders in der Schwachheit in der wir uns Seinetwillen rühmen können…unsere Schwachheit steckt dafür einen besonderen Rahmen.

„Nicht auf Fleisch vertrauen…“ ist eine Anbetung in dem Bewusstsein, dass wir vor Gott allein aufgrund dessen stehen, was Jesus getan hat:

„Als aber die Güte und die Menschenliebe unseres Heiland-Gottes erschien, errettete er uns, nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit vollbracht, wir getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch die Waschung der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes. Den hat er durch Jesus Christus, unseren Heiland, reichlich über uns ausgegossen, damit wir, gerechtfertigt durch seine Gnade, Erben nach der Hoffnung des ewigen Lebens wurden.“ (Titus 3,4-7)

Diese Anbetung wird frei von uns selbst, zumindest, was unsere Stärken angeht, auf die wir uns berufen, und gründet sich allein auf die Barmherzigkeit Gottes.

So schaut Anbetung im Geist weg von sich selbst hin zu Christus und konzentriert sich auf Ihn.

Und dann die Anbetung in Wahrheit…früher habe ich es auf „die richtige Theologie“ bezogen oder darauf, nicht vor Gott zu heucheln, sondern so zu sein, wie ich gerade bin. Auch hier hat mir der Fußnoten-Vers weiter geholfen…und ich erkenne diese bisherigen Gedanken sind nur ein kleiner Teil von „in Wahrheit anbeten“. Hebräer 10,22 sagt:

„…so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in voller Gewissheit (oder: in der Fülle) des Glaubens, die Herzen besprengt und damit gereinigt vom bösen Gewissen und den Leib gewaschen mit reinem Wasser.“

Weder an der Theologie, noch an der ungeheuchelten Annäherung an Gott ist etwas falsch. Ich denke, wir entwickeln in allen Bereichen unseres Lebens eine Weltanschauung, die sich mit den laufenden Erfahrungen immer weiter entwickelt und auch immer wieder mal verändert. Sie bestimmt aber, wie wir unser Leben gestalten und Entscheidungen treffen. Genauso ist es mit der Theologie. Es ist die Sicht, die wir über Gott gewonnen haben. Da Theologie von der Offenbarung Gottes abhängt, entwickelt auch sie sich immer weiter in unserem Leben, in dem Maß wie wir Gott kennenlernen. A.W.Tozer hebt in seinem Buch „Das Wesen Gottes“ hervor, dass es sich auf unser Leben und unsere Anbetung auswirkt, wie wir Gott sehen und von daher ist Theologie nicht egal. Aber sie ist eben auch nicht das Non-plus-ultra, da es um beständige Offenbarung geht.

Die Anbetung in Wahrheit ist in diesem Vers in Hebräer beschrieben als eine Annäherung in Wahrhaftigkeit. Das kann zum einen heißen, zu kommen wie man ist, nichts vor Gott zu verstecken. Aber es beinhaltet auch, sich dessen bewusst zu sein, in welchen Stand uns Jesus vor Gott gesetzt hat. Ich komme in dem Glauben, dass Jesus für alles, was mich von Gott trennt, am Kreuz bezahlt hat und mein Herz und Gewissen davon frei sein kann in der Begegnung mit Gott.

Ich glaube, in dieser Begegnung mit Gott „in Wahrheit“ geht es um die Begegnung Seiner und unserer Realität. Ein Kapitel später schreibt der Autor des Hebräerbriefes:

„Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner sein wird.“ (Hebräer 11,6)

So beginnt meine Anbetung „in Wahrheit“ damit, mir bewusst zu machen, Gott ist gerade jetzt. Er ist nicht eine Theologie, ein Gedankengut, Er ist lebendig, Er ist Geist und Er ist hier und jetzt und möchte mir begegnen. Dann mache ich mir auch bewusst, dass Er alles für diese Begegnung getan hat, dass da nichts ist, was mich abhalten muss. Im Glauben habe ich das angenommen, was Jesus getan hat und in demselben Glauben nahe ich mich nun Gott in Anbetung.

Der Teil „den Leib gewaschen mit reinem Wasser“ lässt an Epheser 5,26 denken:

„…um sie zu heiligen (Christus die Gemeinde), sie reinigend durch das Wasserbad im Wort,…“

Das Thema „Wasserbad im Wort“ ist sicher noch mal ein ganz anderes Thema, aber was mir zur Zeit dabei wichtig wird, ist, dass das Wort, das von Gott kommt, lebendig und wirksam ist. Es bringt Veränderung mit sich. Kenneth Copeland sagt z.B.: „Jede Verheißung im Wort Gottes beinhaltet die Kraft, sich selbst zu erfüllen.“ (aus: „Verwalter von Gottes und deiner Finanzen“). Jesus selbst sagte:

„Der Geist ist’s der da lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben.“ (Johannes 6,63)

Ich glaube, dass wir die Worte Gottes in einer Weise im Glauben aufnehmen können, dass sie in uns Kraft zur Veränderung wirken. Das geht über den Buchstaben (der bloße Versuch, etwas einzuhalten oder umzusetzen) hinaus und ist übernatürliches, göttliches Wirken. Und ich glaube, dass das Teil von der Anbetung „in Wahrheit“ ist. Wenn wir uns in dem Bewusstsein Gottes und unserer selbst auf die Begegnung mit Ihm einlassen, wird Er reden und diese Worte sind gesandt, uns zu verändern in Sein Bild und wir werden dann darin leben und daraus handeln können. Anbetung „in Wahrheit“ ist, darauf einzugehen, sich ehrlich in dem Wort zu spiegeln und darauf zu reagieren.

Ich möchte diesen Text schließen mit einem Vers aus dem Buch Prediger, der das Gesagte gut zusammenfasst. Prediger 12,13 nach der Amplified Bible und deren Ergänzungen:

„Alles wurde gehört; das Ende der Sache ist: Fürchte Gott (verehre ihn und bete ihn an, wissend, dass Er ist) und halte seine Gebote, denn das ist das Ganze des Menschen (der völlige, ursprüngliche Sinn seiner Schöpfung…).“

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Sing Dich stark!

„Und sie hatten 200 Sänger und Sängerinnen.“

Esra 2,65

Vor einiger Zeit, war ich beim Bibellesen in dem Buch Esra unterwegs. Ich weiß nicht, wo jeder so mit seiner Kenntnis der Geschichte Israels aus seiner Zeit steht. Sicher kennt jeder die Geschichten von Mose und wie er Israel aus Ägypten befreit und bis nach Kanaan geführt hat, weil Gott ihnen das Land zugesagt hatte. Mit Josua sind sie dort ja auch eingezogen. Sie lebten lange darin, aber das, was sie dort gehalten hätte, wäre ihre Treue in der Bundesbeziehung ihrem Gott gegenüber gewesen. Die haben sie nicht gehalten und so kam der Punkt, wo Gott es zuließ, dass Nationen von drumherum sie bedrängten und Babylon schließlich dieses Volk in die Gefangenschaft führte. Gott hatte darin aber auch gleichzeitig festgesetzt, wie lange das dauern würde und irgendwann kam der Zeitpunkt der Rückführung und unter den Verantwortlichen war auch Esra, von dem dieses Buch in der Bibel berichtet.

In Esra 2 gibt es eine Aufzählung, wer sich alles mit auf den Weg machte, zurück nach Jerusalem, um den Tempel wieder aufzubauen. Das sind so Kapitel, die man eher mal überfliegt, weil es hauptsächlich einfach Namen und Zahlen sind….aus der Familie so und so kamen folgende mit…insgesamt so und so viele. Ist auf 70 Verse verteilt nicht das Spannendste.

Aber inmitten dieser Aufzählung werden 2x die Sänger extra genannt. Beim ersten mal mit den Torhütern und Tempeldienern (2,41), beim zweiten mal zwischen den Knechten und Mägden und den Pferden, Maultieren, Kamelen und Eseln (2,65).
Ich habe mich gefragt, wieso liegt da so eine Betonung drauf….auf so einem Weg wäre doch angebrachter zu sagen, es kamen so und so viele mit, die kämpfen konnten, die wussten wie man eine Mauer baut, die mit den Waffen umgehen oder reiten konnten oder ähnliches. Aus einem späteren Kapitel wird deutlich, dass der Weg bis nach Jerusalem auch nicht ganz ungefährlich war und das Volk eher Kämpfer als Sänger gebraucht hätte.

Ich dachte dann, es war ihnen wichtig, dass Sänger dabei waren. Bestimmt wussten sie auch schon, dass Singen das Herz berührt und erhebt und stärkt. Ich erlebe, wie singen Kraft gibt, nicht nur im Gottesdienst, auch zu Hause oder im Chor. Ich kann z.B. oft geschafft von der Woche in einer Chorprobe ankommen, aber am Ende ist mein Herz meistens gestärkt, voller Freude und neu ermutigt.  Und ich glaube, dass sie damals dieselbe Erfahrung im Lob unseres Gottes gemacht haben. Deswegen war es ihnen wichtig, auf jeden Fall Menschen mitzuhaben, die wussten, wie sie die Leute zum Singen anleiten können. Sie wussten, der Weg würde nicht einfach werden, es gibt Kämpfe zu bestehen, es wird Entmutigung auf dem Wege kommen und was sie brauchten, waren starke Herzen.

Und so können auch wir Herzen stärken. Wir können unsere eigenen Herzen stärken, aber auch andere mit hinein nehmen in unseren Lobpreis. Das Buch Sprüche sagt, dass wir auf unser Herz achtgeben sollen, weil in ihm die Quelle für all unser Leben entspringt. Wenn das Herz stark ist, hat es Mut, selbst in schwierigen Umständen. Wenn das Herz geschwächt ist, geben wir leichter auf. Und das Lob Gottes ist eine Sache, die unser Herz stärkt.

Ich habe mir dann noch versucht vorzustellen, was sie wohl gesungen haben. Und ich dachte mir, sie werden sicher auf die Psalmen von David & Co. zurück gegriffen haben. Sie werden sich in den Liedern daran erinnert haben, was Gott schon alles getan hat und auch wieder in ihrer Situation tun kann. Sie haben sich dadurch erinnert wie Gott schon mit Abraham, Mose und David war und sie immer geführt hat und auch auf diesem Weg führen konnte und würde.

Und ich möchte uns damit ermutigen, dass wir die Lieder, die wir singen, zu unseren Liedern machen. Egal, welches Lied wir singen, wir können darüber nachsinnen, was es über Gott sagt, wir können uns erinnern, wie er in der besungenen Weise schon in der Geschichte gewirkt hat, wir können uns erinnern wie er so schon in unserem Leben sich gezeigt hat und das wird uns immer ermutigen, Seine Gegenwart und Sein Handeln auch heute und in der Zukunft zu erwarten.

 

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Wie der Tau

„Ich werde für Israel sein wie der Tau.“

Hosea 14,6

In diesem Beitrag möchte ich wiedergeben, was ich kürzlich in einem Buch von Judson Cornwall gelesen habe:

„Obwohl Gott überall der ist, der Er ist – der ICH BIN -, kann Er es doch in unserem nicht wirklich sein, solange wir Ihn nicht als den ICH BIN preisen. Einmal hat Gottes Geist durch den Mund Davids geredet und gesagt: ‚Wer Dank (od.: Lob) opfert, verherrlicht mich und bahnt einen Weg; ihn werde ich das Heil Gottes sehen lassen‘ (Psalm 50,23). Das hebräische Wort , das hier mit ‚verherrlichen‘ übersetzt ist, heißt kabed und bedeutet im Grunde ‚Gewicht verleihen‘. Was kann Gott gemeint haben, als Er sagte: ‚Wer Lob opfert, verleiht mir Gewicht.‘? Ich möchte versuchen, es anhand eines Bildes zu verdeutlichen.

Egal wie trocken die Witterung sein mag, in der Atmosphäre, die uns umgibt, befindet sich permanent Feuchtigkeit in Form von unsichtbarem Dunst. Die Meteorologen geben den Feuchtigkeitsgehalt der Luft in ihrem Wetterbericht in Prozenten an. Im gleichen Bericht geht es oft um eine Messung, die als ‚Taupunkt‘ angegeben wird. Das ist die Temperatur, bei der der unsichtbare Dunst kondensiert und sich als Tau auf der Erde niederschlägt. Um aus der unsichtbaren Feuchtigkeit sichtbaren Tau zu machen, braucht nichts weiter zu passieren, als dass die Temperatur auf der Erdoberfläche ein wenig zurückgeht.

Der Prophet Hosea schloss sein Buch mit der dringenden Bitte: ‚Kehr um, Israel, bis zum HERRN, deinem Gott…nehmt Worte mit euch und kehrt zum HERRN um! Sagt zu ihm: …Wir wollen die Frucht unserer Lippen als Opfer darbringen‘ (Hosea 14,2-3). Im Neuen Testament zitiert der Hebräerbriefschreiber diese Stelle und spricht davon, dass wir ‚Gott stets ein Opfer des Lobes darbringen (sollen), das ist: Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen (od.: preisen)‘ (Hebräer 13,15). Gott versprach dem Volk Israel, wenn sie mit Worten des Lobes zu Ihm umkehren würden, so werde Er darauf in dreifacher Weise antworten: ‚Ich will ihre Abtrünnigkeit heilen, will sie aus freiem Antrieb lieben…Ich werde für Israel sein wie der Tau‚ (Hosea 14,5-6).

Wenn diejenigen, die in einer Bundesbeziehung zu Gott stehen, ihre Stimmen erheben, um Ihn zu preisen, ‚kühlen‘ ihre Worte sozusagen die Temperatur ihres Herzens ab. Das wiederum führt dazu, dass der ‚Taupunkt‘ in ihrer Beziehung zu Gott erreicht wird. Dieser geistliche Taupunkt lässt die Gegenwart Gottes sich niederschlagen. Er verleiht Gott ‚Gewicht‘, so ähnlich wie der Wasserdunst durch die Abkühlung in der Morgenfrühe Gewicht erhält. Gott zu preisen, bringt eine Offenbarung der göttlichen Gegenwart mit sich. Unser Lobpreis macht sichtbar, was bereits unsichtbar vorhanden, aber weitgehend unbrauchbar war. Wir zweifeln zwar nicht an der Zusage des Herrn: ‚Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters‘ (Matthäus 28,20), aber doch leben wir die meiste Zeit ohne ein wirklich akutes Bewußtsein Seiner Gegenwart. Wenn wir aber bewußt die Dinge des Lebens beiseite legen und anfangen, den Herrn zu preisen, wird Seine Gegenwart plötzlich wie Tau, der sich niederschlägt – real, wertvoll und lebensspendend. Was sonst nur im Glauben zu erfassen war, ist nun Tatsache, die auch unsere Gefühle mit einschließt.“

(Judson Cornwall; Anbetung im Leben Davids; Verlag C.M.Fließ; S.46-48)

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Banner & Flaggen (Teil 2/2)

„Wir wollen jauchzen über dein Heil und das Banner erheben im Namen unseres Gottes! Der Herr erfülle alle deine Bitten!“

Psalm 20,6

In diesem zweiten Teil über Banner und Flaggen, soll es um die Farben gehen. Symbole und Bilder auf Flaggen sind fast selbsterklärend, aber auch durch Farben, kann das Bannerspiel unterstützt werden.

Als Gott das Licht schuf, hat er für uns ein großes Farbspektrum geschaffen. Gerade heute morgen las ich in dem Buch „Atmosphäre – Gottes Gegenwart Raum verschaffen“ von Joshua Mills darüber, wie sich Farben Studien zufolge auf uns auswirken. In diesem Artilkel soll es eher um die übertragene Bedeutung der Farben im biblischen Gebrauch gehen, aber ich würde sehr empfehlen, sich darüber zusätzlich zu informieren. Das ist ein sehr interessanter Bereich und tiefere Einsicht wird sich im Gebrauch der Flaggen immer wieder auszahlen.

Mit Farben assoziieren wir verschiedene Dinge, z.B. verbinden wir mit Grün oft Natürliches wie Gras, Bäume etc., mit Blau den Himmel, bei gelb denken wir vielleicht zuerst an die Sonne oder an eine Zitrone. So gibt es auch in der Bibel Verknüpfungen zu verschiedenen Farben, die auch in der „Bannersprache“ verwendet werden und die das, was man durch die Flaggen sagen möchte, noch unterstreicht.

An dieser Stelle werde ich nun die Ausarbeitung von Monika Hümbs-Schröder und ihrem Team „Glory Fight“ übernehmen, die sie auch auf ihrer Seite www.maranatha-banner.de zur Verfügung stellt:

„Um die Flaggen möglichst zielgenau und treffsicher einsetzen zu können, sollten wir um die Bedeutung der Farben wissen. Nicht nur Symbole und Bilder weisen auf Wahrheiten Gottes hin, sondern auch jede Farbe. Da Gott selbst der Urheber aller Farben ist (er schuf das Licht und damit auch die Farben), dürfen wir in großer Freiheit sicher alle möglichen Farben und Farbschattierungen benutzen.

1. Gold
& Gottes Gegenwart, Herrlichkeit, Majestät

Im Allerheiligsten war alles aus reinem Gold. Die Deckplatte der Bundeslade mit den Cherubim war aus einem Stück Gold getrieben. Der Leuchter bestand aus vielen Kilo Gold und wurde ebenfalls aus einem einzigen Stück Gold gefertigt. (Wer kann so etwas heute noch?)
& Hes. 1,4 + 8,2: Vision von der Herrlichkeit Gottes => „Anblick wie glänzendes Metall
& 1. Kön 6,22; 2. Chr. 3,3-17: König Salomo überzog den ganzem Tempel mit Gold, so lautete Gottes Auftrag an ihn
In reinem Zustand ist Gold sehr weich und kann extrem dünn gewalzt werden, bis zu 0.0001 mm; das bedeutet, dass 100 000 solcher Blätter aufeinander gelegt 1 cm dick sind.
Salomo ließ exzellente und kunstvolle Arbeiten beim Bau des Tempels anfertigen.
Genauso sorgfältig arbeitet der Herr um seine Gemeinde zu bauen. Er überzieht die Gemeinde mit seiner Herrlichkeit, und die ist verborgen in Jesus Christus.
& Ps. 45,10: „die Königin zu seiner Rechten steht in Gold von Ofir!
& Ps. 45,14: „Herrlich ist die Königstochter drinnen, von Goldgewebe ist ihr Gewand!
Braut Jesu, die geschmückt und ohne Makel auf den Bräutigam wartet

2. Silber
& Erlösung, Läuterung, Freisetzung

Jesus wurde für 30 Silberlinge verraten und verkauft. Silber hatte auch im AT die Bedeutung von Sühnegeld:
& 2. Mose 30,11-16: „Die Gemusterten mussten ein Lösegeld für ihr Leben bezahlen, um Sühnung zu erwirken, damit keine Plage über sie kommt.”. Es wurde für alle die gleiche Höhe erhoben, ohne Ansehen des Standes. Neben Läuterung (Ps. 12,7), hatte Silber auch die Bedeutung von Freisetzung/Erlösung:
& 4. Mose 3,44-51: „die Leviten wurden frei gekauft mit Silberschenkel damit sie Tag und Nacht Gott dienen konnten in der Anbetung”. In der Stiftshütte waren die Fundamente des Allerheiligsten aus Silberblöcken gearbeitet. (Unser Glaubensfundament = Erlösung durch JESUS!) Die Verbindungsnägel (oder -haken) der einzelnen Pfeiler waren aus Silber und die Haltestangen samt Haken für die Leinentücher, die das Lager von der Hütte trennten, waren auch aus Silber. (3. Mose 5,15)
Silberne Flaggen, silberne Schellen, Becken oder Trompeten erinnern uns: es ist bezahlt! Wir verkündigen damit laut und sichtbar unsere Erlösung. Wir stimmen mit dem Wort Gottes überein „ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen wie Silber oder Gold erlöst worden seid…” sondern mit dem kostbaren Blute Christi! Als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken Jesus hat den Preis bezahlt!
Silber erinnert uns an die vollkommene Erlösung und an den kompletten Preis, den Jesus bezahlt hat.

3. Kupfer
& Demut vor Gott, Buße

Sämtliche Geräte zum Opfern und der ganze Brandopferaltar waren aus Kupfer. Lies doch in 1. Kön. 7,13-47 nach, was Hiram alles aus Kupfer für den Salomonischen Tempel anfertigte – einfach nur imposant!
Die Menge an Kupfer konnte nicht gewogen werde, soviel brauchte er davon. Vielleicht ist es ein Hinweis darauf, dass wir immer wieder sündigen und Buße und Demut brauchen? Zwischen dem Zelt der Begegnung und dem Brandopferaltar stand ein Becken aus Bronze zur Reinigung (Buße). (2. Mose 30,17-21)
Kupfer ist eine meiner Lieblingsfarben für Flaggen. Bis heute gebrauche ich kupferfarbene Flaggen beim Training. Ich möchte stets vor Augen haben, dass ich mich vor meinem Gott beuge. Es ist eine stetige Erinnerung daran, mich nicht zu überheben z.B. über den Willen Gottes oder über andere Menschen.

4. Purpur
& Gottes Königsherrschaft, Priestertum, Fürbitte

Purpur ist die klassische Königsfarbe, weil sie sehr schwer und aufwändig herzustellen war. Sie wurde aus den Schalen der Purpurschnecke gewonnen. Je nach Art der Schnecke und Methode der Färbung schwankten die Farbtöne von Pink bis bläulichen Lilafarben. In 2. Mose 39,1-21 gibt Gott genaue Anweisungen, wie Kleidung der Priester auszusehen hatte. Der Priester trug das Ephod, dass das ganze Volk Israel symbolisierte, vor seiner Brust, also auf seinem Herzen. Ebenso trug er die Namen der 12 Stämme auf seiner Schulter. In dieser Ausstattung trat er in das Allerheiligste vor den Herrn, um für das Volk zu bitten zu flehen. Hauptaufgabe der Priester war demnach Fürbitte! Lies hierzu auch 1. Petr. 2,9; 2. Mose 28,31 und 2. Mose 36,8 (königliches Priestertum der Gläubigen). Im neuen Testament ist Jesus der wahre Hohepriester: Hebr. 4,14; Hebr. 6,20. Die Soldaten setzten Jesus eine Dornenkrone auf und warfen ihm ein Purpurkleid um und verhöhnten ihn (Joh. 19,2).

5. Pink/Rosa
& Barmherzigkeit Gottes, Neuanfang, Neugeschaffen von Gott

& Jes. 58,8: „dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte
& Hos. 6,3b: „ER wird hervorbrechen wie die schöne Morgenröte” (=> deshalb der Erkenntnis des Herrn nachjagen)
Morgenröte = es gibt beim Sonnenaufgang ein paar Minuten, wo alles ganz in pink/rosa getaucht scheint!
& Hoh. 6,10: „Wer ist sie, die da hervor glänzt wie die Morgenröte, … furchterregend wie Kriegsscharen (oder: Armee mit Bannern)” => Bild für endzeitliche Braut/Gemeinde

6. Blau
& Wasser des Lebens, Strom Gottes, Jesus Christus der vom Himmel wieder zur Erde kommt, himmlischer Glanz

Blau ist eine der vielfältigsten Farben überhaupt.
Für Jesus steht die Farbe royalblau (=> Königsblau für unseren König!)
Ströme lebendigen Wassers von Jesus ausgehend => blau kann auch für den Heiligen Geist stehen, dann ist es ins Türkis übergehend/fließend!
& 2. Mose 24,10: „Und unter seinen Füßen war es wie eine Arbeit in Saphirplatten und wie der Himmel selbst an Klarheit.
Saphir bekommt seine Farbe, blau, durch Spuren von Eisen und Titan, deshalb bedeutet es auch Stärke/Festigkeit

7. Türkis
& Heiliger Geist (Hes. 1,16-20)

Symbole für Heiligen Geist: Taube, Wasser, Feuer, Salböl, Siegelring, Wind
& Hes. 47,1: Strom des Lebens

8. Grün
& Wachstum, neues Leben, Gnade, Fruchtbarkeit

& Mk. 6,39: „Und er befahl ihnen, dass sie sich alle nach Tischgemeinschaften auf dem grünen Grase lagerten.
& Jer. 17,8: „Er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist, und am Bach seine Wurzeln ausstreckt und sich nicht fürchtet, wenn die Hitze kommt. Sein Laub ist grün, im Jahr der Dürre ist er unbekümmert, und er hört nicht auf Frucht zu tragen.

9. Goldgrün
& Salbung

Salböl aus Olivenöl hat ungefähr diese Farbe
& 2. Sam. 2,4: „Die Männer Judas … salbten dort David zum König.
& Ps. 23,5: „du salbtest mein Haupt mit Öl
& Joh. 7,38: „… küsste Jesu Füße und salbte sie mit Salböl
& Hebr. 1,9: „Gott hat Jesus gesalbt mit Freudenöl

10. Orangegold
& Heiliger Geist, Feuer, Kraft Gottes, Läuterung

& Dan. 7,9: „Feuerflammen waren Gottes Thron
& Hebr. 12,29: „unser Gott ist ein verzehrendes Feuer” (Kraft)
& 1. Petr. 1,7: „wie Gold, das durch Feuer geläutert wird” (Läuterung)
& Apg. 2,3: „Zungen wie von Feuer” (Heiliger Geist)
& Mal 3,2: „Gott ist wie das Feuer eines Schmelzers” (Läuterung)
& Hes. 1,27: Vision von Gott (Stärke)
& Kön. 18,24: „welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der ist der wahre Gott” (Kraft)

11. Rot
& Blut Jesu, Opferlamm, Liebe, geistlicher Kampf, Gerechtigkeit durch vergossenes Blut Jesu

Rot ist die klassische Farbe der Liebe, sie findet in der Hingabe Jesu durch ein Blut ihre höchste Vollendung. (Wie hat der Teufel diese Farbe auf den Fahnen Hitlers pervertiert!)
Rot bedeutet auch Schutz: Bestreichen der Pfosten mit Blut eines Lammes vor dem Auszug aus Ägypten oder der Bericht in Jos. 2,1-21, wo die rote Schnur ein Zeichen des Schutzes für Rahab war. Rot ist eine sehr kraftvolle, vollmächtige Farbe!
Steht auch symbolisch für Krieg:
& Offb. 6,4: „Und es zog aus, ein feuerrotes Pferd und dem der darauf saß, ihm wurde gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen und die Menschen dahin zu bringen, dass sie einander schlachteten.

12. Weiß
& Reinheit, Heiligkeit Gottes, sündlos, Brautschaft, Licht, Überwinder

Weiß ist das Symbol für Heiligkeit und Reinheit. Engel tragen in der Regel ein weißes Gewand, Jesus kommt auf einem weißen Pferd wieder und die große Schar die ihm auf weißen Pferden folgt, ist in weiße Gewänder gehüllt. (Offb. 19,14). Weitere Bibelstellen:
Offb. 6,2; 7,9 (Volksmenge aus allen Nationen); 3,4-5 (wer überwindet, wird mit weißen Kleidern bekleidet); 19,8 (Braut Jesu)
& Mt. 17,2: „Und er wurde vor ihnen umgestaltet. Und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß wie das Licht.
& Jes. 1,18 : „wenn eure Sünden rot wie Karmesin sind, wie Schnee sollen sie weiß werden.
& Joh. 1,5 : „Gott ist Licht und in ihm ist gar keine Finsternis

13. Schwarz
& Festigkeit, Stärke, Standhaftigkeit, auch Tod, Trauer

Das ist nach meiner Erfahrung die wohl umstrittenste Farbe unter Christen! Ich habe mich lange nicht damit anfreunden können und habe bis heute keine schwarze Flagge. Gott hat meine Sicht allerdings erweitert und meinen Blick zurechtgerückt:
& Jes. 54,11b: „… ich lege deine Steine in Hartmörtel und lege deine Grundmauern in Saphire.” (Gott an Israel)
Hartmörtel = Stibium, was eine tiefschwarze Farbe hatte. Frauen färbten sich damit ihre Augenlider schwarz
Schwarz steht also für Festigkeit => Standhaftigkeit
Als Team ziehen wir uns schwarz an (eventuell auch mit farblicher Schärpe). Schwarz bringt die Farben der Flaggen zum Leuchten, die Person tritt zurück (weiß drängt nach vorne!) Beim Flaggentanz sind nicht die Flaggentänzer als Personen das wichtigste, sondern das was sie durch den Tanz ausdrücken.“

Soweit zu den Farben. Auf der Seite von Monika findet Ihr viele weitere Infos zur Bedeutung der Flaggen, von Symbolen, Einsatzmöglichkeiten, auch kann man Flaggen in allen möglichen Farben und Formen bei ihr und ihrem Team erwerben.

 

 

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